RTTY (Radio TeleTYpe) ist eine schon recht alte digitale Betriebsart zur Übermittlung von Daten per Funk. Dabei werden die Daten seriell asynchron z.B. mit dem 5-Bit-Baudot-Code im ITA-2-Alphabet übertragen. Technisch gesehen wird AFSK (Audio Frequency Shift Keying, Audiofrequenzumtastung) benutzt, d.h. die 0 und 1 des Datenstroms werden in zwei Töne codiert.
Es gibt verschiedene Modi mit verschiedenen Frequenzabständen zwischen den Tönen, diesen Abstand nennt man "Shift". Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt zwischen 45.45 und mehreren 100 Baud. Des Weiteren gibt es Modi mit FEC (Forward Error Correction) oder ARQ (Automatic Repeat Request oder Automatic Retransmission Request) wie SITOR-A oder SITOR-FEC.
Beim Empfang in SSB-Modus (Single Side Band) wird dabei nicht die genaue Sendefrequenz eingestellt, sondern etwas darüber (LSB, Lower Side Band) oder darunter (USB, Upper Side Band). Die Differenz zwischen nominaler Frequenz und der Abweichung ist dann die Center Frequency (CF, Mittenfrequenz) der beiden Töne. Im Klangbeispiel habe ich den Empfänger im USB auf 145.67 eingestellt; die Nominalfrequenz lag dabei bei 147.3kHz
Der NF-Ausgang des Empfängers, bzw. eines NF-Filters wird an den Eingang der Soundkarte angeschlossen. Zum Dekodieren des Datenstroms gibt es verschiedene Programme, welche die Daten dann in Klarschrift auf dem Bildschirm darstellen.
So klingt RTTY auf Langwelle (DWD, 147,3kHz, CF 1360Hz, 50 Baud, 85Hz Shift, Baudot ITA-5): ![]()
So klingt RTTY auf Kurzwelle (DWD, 4.583kHz, CF 2210Hz, 50 Baud, 450Hz Shift, Baudot ITA-5)): ![]()
Wie auch im (Kurzwellen-) Rundfunk üblich, bestätigen viele RTTY-Stationen den Empfang, wenn man Ihnen einen detaillierten Empfangsbericht schickt. Die Bestätigung wird QSL-Karte genannt (obwohl manche auch per Brief bestätigen).
Hier ein QSL-Karte von Melbourne Meteo
Und eine von Szczecin Radio
